Gesunde luft in Innenräumen

Luftreiniger & Messgeräte

Luftreiniger & Messgeräte

In absteigender Reihenfolge
Ansicht als Raster Liste

10 Artikel

pro Seite
  1. Nur so lange Vorrat: CO2 Messgerät (STC 501)
    Bewertung:
    100%
    149,00 CHF
  2. -18%
In absteigender Reihenfolge
Ansicht als Raster Liste

10 Artikel

pro Seite

Luftreiniger – ein Muss für die Umwelt und Ihre Lunge 

 

Wozu braucht man Luftreiniger?

Unsere Atemluft wird immer kostbarer, je mehr Lebewesen die Erde bevölkern und je mehr Schadstoffe durch moderne Produktionsverfahren erzeugt werden. Die Alternative dazu sind Luftreiniger, die geeignet sind um Schadstoffe, Krankheitserreger (Bakterien, Pilze, Sporen, Viren, Pollen usw.), Staub, Allergene und Gerüche aus der Raumluft zu entfernen. In den letzten Jahren kamen zahlreiche Luftreiniger mit unterschiedlichen Funktionen auf den Markt. Je nach Einsatzbereich empfehlen sich unterschiedliche Luftreinigerfunktionen. Die Luftreiniger auf Swiss Total Care werden in Büros, Schulen, Spitäler, Gemeinden und Praxen eingesetzt. 

 

Was gibt es für Luftreiniger-Typen?

Je nachdem, welche Schadstoffe es aus der Luft zu filtern gilt, wurden verschiedene Filterverfahren entwickelt, die in ihrer Funktion oftmals in einem Gerät vereint wurden, umso die Effizienz der Luftreinigung zu steigern und die Luft gleichzeitig mit Sauerstoffionen anzureichern. Um Schadstoffe aus der Luft zu entfernen und um Bakterien, Pollen und Pilze zu vernichten sind in der Regel Schwebstofffilter und Aktivkohlefilter mit einer Plasmaerzeugung (Ionisierung) eine gute Wahl. Der Ionisator in den Filtergeräte bindet die Schadstoffe zu grösseren Clustern zusammen, woduch diese schwerer werden und auf den Boden sinken, wo sie nicht mehr eingeatmet werden können. Ebenso wirksam sind auch UV (Ultraviolett) Luftreiniger, die durch ihren definierten Lichtwellenbereich (100-400 nm) Bakterien, Schimmelsporen und Pilze abtöten.

 

Luftmessung und wichtige Fakten dazu

 

Etwas über Partikelgrössen

In unserer Atemluft befinden sich Moleküle und Atome in den unterschiedlichsten Grössenordnungen. Um etwas über diese Partikelgrössen aussagen zu können, müssen diese gemessen werden. Dazu wurden verschiedene Messverfahren entwickelt und sehr genaue Messgeräte konstruiert. Übliche Partikelmessungen erfassen Partikelgrössen in der Luft zwischen 0,1 µm  bis 50 µm, die in Speziallaboren ausgewertet werden. Allerdings hat sich einiges zu unserem gesundheitlichen Nachteil gewandelt, seit man Nanopartikel in der Atmosphäre freisetzt, denn diese Partikel sind um den Faktor 1000 kleiner, genau 0,000000001 m, also 1 Milliardstel Meter. Trotz ihrer Kleinheit sind Nanopartikel dreidimensional und werden auch als Informationsträger (Nanobots) genutzt.

 

Was ist wichtig über solche Kleinstpartikel zu wissen?

Partikel ab 5 µm Größe haben eine derart hohe Oberflächenspannung, dass sie sich nicht mehr befeuchten oder benetzen lassen, um sie zu binden. Daher lassen sich solche Partikel sehr gut mit zwei Hochspannungselektroden (Ionisierung) einfangen und in einem Partikelfilter abscheiden. Metallische Nanopartikel (Aluminium) und Nanopartikel aus Metallsalzen (Barium) sind aufgrund ihrer Kleinheit in der Lage durch das Blutgefässsystem die Hirnschranke zu überwinden und sich dort festzusetzen, wo diese unter dem Einfluss von Frequenzen, z.B. 5G (Mikrowellen) die normale Funktion zwischen Nervenzellen und ihren Verbindungswegen (Synapsen) stören können.

 

Spezielle Messgeräte schützen Sie vor gefährlichen Schadstoffkonzentrationen

 

Schutz vor  Kohlenstoffdioxid oder CO2?

Kohlenstoffdioxid ist ein natürlicher Bestandteil der Atemluft, aber auch ein wichtiger Bestandteil des globalen Kohlenstoffzyklus. Kohlenstoffdioxid entsteht durch Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen unter ausreichend Sauerstoffzufuhr und durch die Zellatmung von Lebewesen. Dieses CO2 wird dann von Pflanzen, Algen und bestimmten Bakterien in Biomasse und Sauerstoff umgewandelt. Die Teilchenkonzentration, beziehungsweise der Anteil an Kohlenstoffdioxid wird mit dem englischen Ausdruck ppm (parts per million) angegeben, also der millionste Teil, so wie eine Prozentangabe der hundertste Teil von etwas ist. 500 ppm entspricht einer Konzentration von CO2 von 0,05 % der Raumluft.

 

Warum ist ein CO2-Messgerät wichtig?

Kohlenstoffdioxid ist deshalb so gefährlich, da es ein geruch-und geschmackloses Gas ist. Kohlenstoffdioxid (CO2) wird auch als Klimagift bezeichnet, weil es im übertragenen Sinne Gift für das Klima ist, denn es absorbiert die Wärmeabstrahlung der Erde und heizt so die Atmosphäre auf. Für den Menschen ist CO2 in geringer Konzentration nicht giftig, aber behindert die Sauerstoffaufnahme. Eine erhöhte Konzentration von CO2 in der Umgebungsluft kann bei Menschen zu Kopfschmerzen führen und letztlich Bewusstlosigkeit auslösen. Ein typischer Mangel an Sauerstoff und ein erhöhter Anteil von CO2 führt besonders in Bergbauen, Silos, Kellern und Brunnen zu sogenannten „matten Wettern“, wobei eine Konzentration von acht Prozent bereits nach 30 bis 60 Minuten zum Tode führen kann. Zudem gewinnen CO2-Messgeräte in Büroräumen immer mehr an Gewicht. Den Mitarbeiter ist oft gar nicht bewusst, wie gut die Qualität der Atemluft im Büro ist.

 

Vorsicht vor flüchtigen organische Verbindungen (Total Volatile Organic Compounds)

Flüchtige Organische Verbindungen (TVOC) sind gas-und dampfförmige Stoffe organischen Ursprungs in der Luft. Diese Verbindungen kommen teils in der Natur vor, teils sind sie in Gebrauchsgütern des täglichen Bedarfs enthalten. Dazu gehören Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde, organische Säuren, Lösemittel, Flüssigbrennstoffe, synthetisch hergestellte Stoffe oder auch organische Verbindungen, die beispielsweise während biologischen Prozessen entstehen (Verwesung, menschlicher Stoffwechsel). Es gibt eine Vielzahl an möglichen Einzelverbindungen, die in der Luft vorkommen.

 

Experten unterscheiden Flüchtige Organische Stoffe in:

- VVOC: Sehr-flüchtigen organische Verbindungen (Very Volatile Organic Compounds)

- SVOC: Schwer-flüchtigen organischen Verbindungen (Semivolatile Organic Compounds)

 

Finden sich beide zusammen spricht man vom TVOC-Wert (Total Volatile Organic Compounds). Solche VOC Verbindungen kommen ebenfalls in Innenräumen vor, beispielsweise im Büro. Mögliche Quellen sind Materialien, die zum Bau von Gebäuden verwendet wurden (Fussboden, Farben, Lacke, Klebstoffe, Möbel). Einen entscheidenden Faktor spielen zudem Plfege-und Reinigungsprodukte, Tabakrauch, Nahrungsmittelzubereitung sowie der menschliche Stoffwechsel.

 

Wie wirken sich die Stoffe auf die Gesundheit aus?

Die Konzentration von VOC ist üblicherweise sehr gering und wir haben nichts zu befürchten. Jedoch können nach Bau- und Renovierungsarbeiten hohe VOC Konzentrationen auftreten und zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Symptome könnten Reizungen oder Geruchsbelästigungen sein.

 

Was ist Formaldehyd (HCHO) und wo kommt es vor?

Formaldehyd ist eine organisch-chemische Verbindung (CH2O) und gehört zu der Stoffgruppe der Aldehyde. Normalerweise ist Formaldehyd ein Gas mit stechenden Geruch. Verleimte Produkte aus Holzwerkstoffen, Korkplatten und ähnlichen Materialien (formaldehydhaltige Kleber), Dämmstoffe und Ausschäummaterial (Formaldehyd-Harnstoff-Schäume), Anstrichstoffe, Farben, Lacke, Parkettsiegel (Formaldehyd im Konservierungs-oder Bindemittel), Glas-und Steinwolle, Fasermatten (formaldehydhaltige Bindemittel), Textilien und textile Bodenbeläge (Veredelung mit Harnstoff-Formaldehyd-Harzen), Reinigungs-, Pflege-und Desinfektionsmittel, Kosmetika, z. B. Mundspülmittel oder Nagelhärter, Tabakrauch, Emissionen von Gasherden enthalten alle Formaldehyd.

 

Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat Formaldehyd?

Formaldehyd hat einen stechenden Geruch und ist deshalb in der Raumluft bereits ab einer Konzentration von ca. 0,1 Milligramm pro Kubikmeter wahrnehmbar. Ab etwa 1 Milligramm pro Kubikmeter führt es zu einer Reizung des Nasenrachenraums, der Atemwege sowie den Augen. Bei höheren Konzentrationen treten Kopfschmerzen, Atemnot und Übelkeit auf. Zudem ist das Formaldehyd stark wasserlöslich und wird beim Menschen zu etwa 85% über die Nase in den Blutkreislauf gelangen. Jedoch sind die gesundheitlichen Reaktionen individuell sehr unterschiedlich. Die Symptome verschwinden, sobald die HCHO Konzentration in der Raumluft wieder sinkt. Das Formaldehyd gehört zu den Kontaktallergenen (bei wiederholten Kontakt können allergische Reaktionen auftreten).

 

Hinweis: Messen Sie die Schadstoffkonzentrationen in ihrer Umgebung! Wir, von Swiss Total Care versorgen Sie mit den entsprechenden Messgeräten und beraten Sie auch qualifiziert über Anwendungsmöglichkeiten und fachgerechte Bedienung.

 

Aerosole und Corona: Der 10-Punkte-Beweis

Unterschätzt die Aerosol-Übertragung von SARS-CoV-2 nicht, warnen US-Forscher. Sie nennen 10 Gründe, warum Aerosole der Übertragungsweg Nummer 1 sind.

Das Thema Aerosole rückt nun wieder mehr in den Fokus seit deutsche Aerosolforscher Kritik an der aktuellen Maßnahmen-Strategie im Kampf gegen Corona geäußert haben. „Wenn wir die Pandemie in den Griff bekommen wollen, müssen wir die Menschen sensibilisieren, dass DRINNEN die Gefahr lauert“, heißt es in ihrem offenen Brief. Die Aerosol-Übertragung werde immer noch unterschätzt, so die Forscher.

Mit ihrer Einschätzung sind sie nicht allein. Ein Team aus Medizinern und Wissenschaftlern hat jetzt zahlreiche Studien durchforstet und 10 Gründe aufgeschrieben, warum Aerosole der Übertragungsweg Nummer eins sind. Ihr Text ist in The Lancet erschienen.

1. Die Superspreader

Corona-Ausbrüche auf Kreuzfahrtschiffen, während Chroproben oder auf Feiern – meist ist ein einziger Superspreader für die Infektion zahlreicher anderer Menschen verantwortlich. Superspreader sind infizierte Personen, die besonders viele winzige infektiöse Tröpfchen beim Atmen und Sprechen ausscheiden. Es gibt Schätzungen, die besagen, dass 10 Prozent der Infizierten für 80 Prozent der Ansteckungen verantwortlich sein könnten. 

Detailierte Untersuchungen solcher Superspreading-Events geben eindeutige Hinweise darauf, dass sich das Virus dabei vornehmlich über Aerosole überträgt. Der Superspreader infiziert dabei am ehesten Personen, die sich unmittelbar in seiner Nähe befinden, doch auch Menschen in größerer Entfernung. Über kontaminierte Oberflächen oder klassische Tröpfcheninfektionen sind diese nicht erklärbar, sondern eher über die Verdünnung der ausgeatmeten Aerosole mit zunehmender Entfernung von einer infizierten Person (siehe auch Punkt 10).

Für SARS-CoV-2 gibt es drei bekannte Übertragungswege: 

  • Kontaktflächen: Die Ansteckung erfolgt über kontaminierte Flächen, wie Türgriffe oder auch beim Händeschütteln
  • Tröpfchen: Beim Husten oder Niesen einer infizierten Person werden Tröpfchen ausgestoßen, die größer als 100 μm sind. Diese fallen nach ein bis zwei Meter zu Boden – sollten sie nicht vorher jemanden treffen
  • Aerosole: Die Tröpfchen sind kleiner als 100 μm, werden bereits beim Sprechen freigesetzt und können über mehrere Stunden in der Luft verbleiben und weitere Strecken zurücklegen

2. Die Reiselust der Aerosolwolken

Das Virus scheint in Aerosolwolken weite Strecken zurücklegen zu können. So gibt es Berichte aus Quarantäne-Hotels, in denen sich Personen in benachbarten Zimmern angesteckt haben, die aber nie in direktem Kontakt zueinander standen. Übertragungen über Oberflächen konnten die Autoren mittels detektivischer Nachforschungen und Rekonstruktionen inklusive Kameraauswertungen ausschließen. 

Die Aerosolübertragung scheint in diesem beispielhaften Fall die einzig logische Erklärung zu sein: Zum Zeitpunkt, als die infizierte Person im Flur getestet wurde, standen die Türen beider Hotelzimmer für rund eine Minute offen. Die Analyse des Luftdrucks in Zimmern und Flur legt nahe, dass ein Luftaustausch zwischen Zimmern und Flur stattgefunden haben muss. Dies scheint ausgereicht zu haben, damit die infektiöse Aerosolwolke des einen Zimmers ihren Weg zum nächsten gefunden hat. 

3. Die stille Übertragung

Die asymptomatische oder präsymptomatische Übertragung von SARS-CoV-2 macht wahrscheinlich mindestens ein Drittel aller Infektionen aus. Diese Personen husten oder niesen nicht (oder wenig) und setzen damit keine größeren Tröpfchen frei, Aerosole hingegen schon – Messungen zeigen, dass beim Sprechen Tausende von Aerosolpartikel, aber nur wenige große Tröpfchen entstehen. Auch das spricht für einen vorwiegend luftübertragenen Übertragungsmodus.

4. Die Frischluft als Endgegner

Die Übertragung von SARS-CoV-2 in Innenräumen ist viel höher als im Freien und häufiges Lüften reduziert die Übertragung erheblich. Beide Beobachtungen sprechen für die Aerosolübertragung und eher weniger für die Übertragung über größere Tröpfchen, die schnell zu Boden fallen, oder kontaminierte Oberflächen.

5. Infektionen im Krankenhaus

In Kliniken und Pflegeheimen, in denen strenge Vorkehrungen gegen Tröpfchenausbreitung, aber nicht gegen Aerosole getroffen wurde, kam es zu nosokomialen Infektionen, wie unter anderem die Studie von Klompas et al. nahelegt. 

6. Der Virennachweis in der Luft

Es ist gelungen, infektiöse SARS-CoV-2-Viren in der Raumluft nachzuweisen – dabei wird versucht, aus Proben der Luft Viren zu kultivieren. Das ist eine anspruchsvolle Technik, weswegen einige Studien dies nicht nachweisen konnten. 

Die infektiösen Viren in der Raumluft wurden auch bei COVID-19-Patienten gefunden, bei denen keine Aerosol-erzeugenden medizinischen Maßnahmen wie eine Intubation vorgenommen wurde. 

7. Die Lüftungsanlage als Wolken-Tunnel

SARS-CoV-2 konnte in Luftfiltern und Lüftungsschächten von Kliniken mit COVID-19-Patienten nachgewiesen werden. Diese Orte kann das Virus nur per Aerosolwolke erreichen. Ob die Infektionen in Restaurants, Großraumbüros, Schiffen oder Flugzeugen stattfinden – in regelmäßigen Abständen wird seit Ausbruch der Pandemie über Ansteckungen berichtet, wo eine Verbreitung des Virus über die Lüftungsanlage vermutet wird.

Erst vor wenigen Tagen wurde erneut über einen solchen Fall berichtet: In einem Flugzeug, das am 4. April von Neu Delhi nach Hong Kong flog, wurden zunächst 47 Passagiere danach positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Nach einer 12-Tages-Quarantäne der Fluggäste kamen noch 22 neue positive Tests hinzu.

8. Der Faktor Tier

Studien wie zum Beispiel jene von Kutter et al. haben gezeigt, dass infizierte Käfigtiere andere Tiere anstecken können, deren Käfige nur über einen Luftkanal verbunden sind. Auch hier kann eine Übertragung nur durch Aerosole erklärt werden.

9. Der fehlende Gegenbeweis 

Bislang gibt es keine Studie, die starke oder konsistente Beweise liefert, um die Hypothese der luftgetragenen SARS-CoV-2-Übertragung zu widerlegen.
Zwar gibt es Berichte, in denen Personen sich nicht mit SARS-CoV-2 ansteckten, obwohl sie die Luft mit infizierten Personen geteilt haben. Aber diese Situation könnte auch dadurch erklärt werden, dass infizierte Personen unterschiedliche Mengen an Viren ausscheiden (siehe Punkt 1) und bestimmte Umgebungsbedingungen vorlagen – insbesondere ausreichende Lüftung.

10. Das Tröpfchen-Dogma

Dass die Aerosol-Übertragung vernachlässigt wird, hat wohl auch historische Gründe. Einflussreiche Infektiologen haben Anfang des 20. Jahrhunderts viel zum Verständnis von Infektionskrankheiten beigetragen, indem sie Zusammenhänge richtig erkannten. Dabei wurde die Ansteckung über Tröpfchen zu einer unumstößlichen Tatsache, die keinerlei Beweise benötigte. 

Über die Zeit wurde die Tröpfcheninfektion zum Dogma der Übertragung von Atemwegserkrankungen. Diese Tatsache wird auch heute noch von vielen Experten nicht hinterfragt. Lange hat man angenommen, dass so eine Übertragung durch unmittelbare Nähe große Atemtropfen oder Kontaktflächen voraussetzt. Mit dieser fehlerhaften Annahme leugnete man jahrzehntelang die Aerosol-Übertragung von Tuberkulose und Masern – inzwischen weiß man, dass beide Erreger vorwiegend über Aerosole übertragen werden.

So scheint es auch bei SARS-CoV-2 zu sein: Die leichte Ansteckung zwischen Menschen, die sich in unmittelbarer Nähe zueinander befinden, wurde lange als Beweis für die Übertragung von SARS-CoV-2 durch große Atemtröpfchen angeführt. Die Übertragung in unmittelbarer Nähe in den meisten Fällen und die Ferninfektion in einigen wenigen Fällen bei gemeinsamer Nutzung der Luft lässt sich jedoch eher durch die Verdünnung der ausgeatmeten Aerosole mit zunehmender Entfernung von einer infizierten Person erklären.

Quelle 10-Punkte: DocCheck